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Der Einschlapfrozess

Wir alle wissen, wie wichtig der tiefe, erholsame Schlaf für unser Wohlbefinden ist. Seine medizinische Bedeutung für unsere Gesundheit ist unumstritten. Zahlreiche wissenschaftliche Studien weisen auf seine heilenden Kräfte hin. Ein Mangel an Schlaf beeinträchtigt unsere geistige und körperliche Leistungsfähigkeit. Reizbarkeit, Angst, Erschöpfung, Stress und die Schwächung des Immunsystems sind die häufigsten Folgen.

Die Wirkung von Musik auf den menschlichen Organismus ist gut erforscht. Bestimmte Klänge können uns in verschiedene Stimmungen versetzen - ob beruhigend, anregend, belustigend oder melancholisch. Wir alle kennen diesen funktionalen Effekt von Musik beispielsweise bei Filmen. Warum also diese Kraft der Musik nicht für ein Problem nutzen, unter dem viele Menschen in unserer heutigen stressgeplagten und schnelllebigen Gesellschaft leiden.

Einschlafstörungen sind ein viel beobachtetes Problem in unserer Gesellschaft. Der Leistungsdruck und die Geschwindigkeit des modernen Lebens lassen unser Denken nicht zur Ruhe kommen. Es fällt uns schwer abzuschalten und die alltäglichen Probleme zu vergessen. Um diesen Prozess zu erleichtern benötigen wir etwas, das uns einerseits von den Alltagsproblemen ablenkt, andererseits jedoch einfach und monoton genug ist, uns sanft in den Schlaf zu wiegen.

Übliche Entspannungsmusik ist statisch und passt sich nicht dem Befinden des Hörers an. Während dem Einschlafen ändert sich jedoch der Zustand unseres Organismus. Der Puls unseres Herzschlags nimmt ab und unsere Wahrnehmung für Störgeräusche wird sensibler. Wir empfinden Musik schnell als zu laut oder zu aufdringlich. Mühsames Aufstehen und anschließendes Leiserdrehen der Musik ist die Folge. Der Einschlafprozess wird unterbrochen und wir müssen von neuem beginnen.

Wir haben uns dieser Problematik angenommen und die Musik speziell für diese Anforderungen komponiert. Dabei verändern sich die vier Kernelemente der Musik: Komplexität, Tempo, Tonhöhe und Lautstärke. Sie nehmen im Zeitverlauf in ihrer Intensität kontinuierlich ab. Dadurch wird der optimale Einklang zwischen der Musik und dem Zustand Ihres Befindens gewährleistet.

Die 3 Phasen der Einschlafmusik

Phase I beginnt mit der Einführung des musikalischen Themas, das schnell Ihre Aufmerksamkeit gewinnt und dadurch von den alltäglichen Sorgen und Problemen ablenkt. Das Tempo ist auf die durchschnittliche Pulsfrequenz eines wachen Körpers abgestimmt. Nach zirka 8 Minuten vermindert sich die Komplexität der Komposition geringfügig und das Tempo wird etwas langsamer. Phase II beginnt, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen.

Phase II besteht nur noch aus 2 Akkorden, die sich permanent wiederholen. Begleitend pulsiert ein rhythmisches Element in nun verlangsamtem Tempo passend zum entspannten Zustand Ihres Gemüts, während die Melodie zunehmend vereinfacht wird. Dadurch weiss Ihr Gehirn unterbewusst genau, welche Note als nächste kommen wird. Dieser Effekt entspricht dem selben einschläfernden Effekt des bekannten Schäfchen-Zählens. Die Melodie sowie Rhythmuselemente klingen behutsam aus und die Musik wird insgesamt etwas leiser und tieffrequenter. Dies ist die Phase, in der Sie in den Zustand zwischen Wachsein und Schlafen fallen.

In Phase III sollte nichts mehr Ihren Einschlafprozess stören. Die musikalische Information ist auf ein Minimum reduziert. Es gibt keine Melodie- und Rhythmuselemente mehr. Pulsierende, atmosphärische Klänge, die langsam ausblenden füllen den Übergang zur Stille. Wichtig dabei ist, dass dieser Übergang sehr behutsam und langsam stattfindet. Nichts darf mehr Ihre Aufmerksamkeit zurückgewinnen. Nur so können Sie die äußere Welt ausblenden und sich voll und ganz Ihren Träumen hingeben.